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Twisted Frequencies: Progressive Sounds For The Suburban Life

Noch vor 2 Jahrhunderten durfte alles was nicht auf der Tonsatzregel basierte nicht als Musik betitelt werden. "Tonkunst" war der neue (abwertende) Begriff für diese Art des Klangs. - Sucht man nach einer Schublade für Twisted Frequencies so ist vielleicht Tonkunst die richtige Überschrift dafür.
Der Sampler ist als das Hauptwerkzeug das wichtigste Instrument für dieses Projekt: Klänge, Geräusche und Musik aus dem Alltag und aus vergangenen Tagen werden umgewandelt, "getwisted" und neu geformt. Die Klangwelt der man täglich begegnet wird auseinander genommen und neu zusammengesetzt - Twisted Frequencies! Vergleichbar mit Graffiti: Man benutzt Vorhandenes in dem man täglich leben muss und erschafft sich damit seine eigene Welt. Größter Einfluss ist das tägliche Leben. Alles was erlebt, gesehen und gehört wird muss verarbeitet werden: In diesem Fall durch die Musik. Gefühlsverarbeitung. Gefühle sind die wichtigste und einzige Motivation für dieses Projekt. Jedes einzelne Stück entsteht aus Gefühlen. Weitweg von Tonsatzregeln, harmonischen Gesetzen oder sogar Chartplatzierung ist das Gefühl im Bauch und im Herz die einzige wichtige Stimme die über die Entstehung der Tracks entscheidet.
Musikalisch ist Twisted Frequencies nicht einfach einzuordnen. Die Wurzeln und Produktionsweisen liegen eindeutig im HipHop. Als "HipHop Beat Platte" lässt sich Twisted Frequencies aber nicht betiteln. Technoide, progressive Einflüsse sind sehr wichtig und dominieren das Klangbild. ...futuristic, dirtstyle, downtempo Beats... das klingt doch ganz gut...

Die Person hinter dem Projekt heißt Twister. Er begann schon früh sich für die Anatomie des Plattenspielers und ganz besonders für HipHop-Platten zu interessieren. Mit 17 spielte er schon in diversen frankfurter Clubs und arbeitete als DJ im legendären "Funkadelic". Kurz darauf ermöglichte ihm der Kontakt zu Roey Marquis II. erste Auswärtserfahrungen. Reiseziele und Einsatzorte waren u.a. Prag, Wien, Bern, Zürich, Hamburg und München. Mehr als für die Kunst des Mixens interessierte ihn immer schon das Skratchen. Angefangen mit Schallfolien auf der heimischen Stereoanlage entwickelte er sich zu einem Mitglied der Transformerz. Zusammen mit Azad, Dragon und DJ Release wurde in nächtelangen Skratchattacken ein Fader nach dem anderen zerstört, Features auf Platten produziert und Mixtapes aufgenommen. Die logische Weiterentwicklung war dann früher oder später natürlich das Produzieren. "Wenn man sich viel mit Musik beschäftigt ist es nur logisch das man schnell erkennt wie vielfältig Musik sein kann, und das es noch soviel mehr als nur HipHop gibt. Das hat auch was mit persönlicher Entwicklung zu tun – Woher sollte ich denn meine Inspiration nehmen, wenn ich den ganzen Tag nur HipHop hören würde?" Vielleicht erklärt ja diese Aussage etwas besser das Klangbild von Twisted Frequencies?!

"1st Fragment"-EP ist die erste Platte der "Twisted Frequencies-Trilogie". Das erste Bruchstück aus dem "Twister-Symbol" Sozusagen eine Seite, eben nur ein Bruchstück aus vielen. Das erste Bruchstück ist das Grüne - deshalb ist die Platte grün gehalten... Die Zweite wird dann eben rot, die Dritte blau...Das Cover wird ansonsten gleich bleiben. Watch out!


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